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Wo auch Wallenstein residierte

In ihrem Buch „Das Schloss an der Nebel“ erzählt Brigitte Birnbaum Menschengeschichten

Die Nebel ist ein Fluss. Es ist der Fluss, an dem die mecklenburgische Stadt Güstrow liegt. Güstrow hat ein Schloss – das Schloss an der Nebel, über das Brigitte Birnbaum schreibt. Und wenn schon von einem Schloss die Rede ist, dann müssen in einem solchen Buch natürlich auch Bau- und Schlossgeschichten erzählt werden, aber die Autorin erzählt vor allem Menschengeschichten.

Jede Zeit hat ihre Schicksale, und im Güstrower Schloss wohnten nicht nur die hochgeborenen Fürsten zu Wenden, die Grafen zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herren. Oder auch General Wallenstein. Nein, auch Kinder lebten im „Schloss an der Nebel“ und nicht nur adelige Kinder lebten dort, sondern auch solche wie das Wendenmädchen Ilsabe, „kleine Küchenschabe“ genannt, und der Fuerböter Jochim oder Bastian und Maria - die Kinder der eingefangenen Landstreicher.

In kleinen, spannenden Erzählungen bringt Brigitte Birnbaum ihren Lesern die mit dem Leben dieser Kinder verbundene Schlossgeschichte nahe. Die Bau-, Schloss- und Menschengeschichten waren erstmals 1991 bei der Landesverlags- und Druckgesellschaft mbH Mecklenburg & Co. KG erschienen.

Brigitte Birnbaum wurde 1938 in Elbing in Westpreußen geboren und flüchtete 1945 über Berlin nach Mecklenburg. Nach dem Abitur und einer Ausbildung als Apothekenhelferin studierte sie am Institut für Literatur in Leipzig, das sie mit einem Diplom abschloss.

Seit 1968 wirkte Brigitte Birnbaum als freischaffende Schriftstellerin in Schwerin. Zwischen 2003 und 2013 lebte und schrieb sie in Hamburg, seitdem ist sie wieder in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern zu Hause.

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