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Centauren-Trilogie von Alexander Kröger
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Preis E-Book:
17.99 €
Veröffentl.:
11.08.2020
ISBN:
978-3-96521-055-4 (E-Book)
Sprache:
deutsch
Umfang:
ca. 1260 Seiten
Kategorien:
Belletristik/Science Fiction /Action und Abenteuer, Belletristik/Science Fiction /Kontakt mit Außerirdischen, Belletristik/Ureinwohner Amerikas und Australiens
Klassische Science-Fiction-Literatur, Science-Fiction: Außerirdische/UFOs
Alien, Alpha Centaury, Außerirdische, Expansion, Inkas, Interstellares Raumschiff, Liebe, Mars, Peru, Sabotage, Science Fiction, Spannung, Technik
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Gernot trat vorsichtig an den Rand. Unten, ebenfalls im diffusen Licht, sah er acht Komplexe, gut verkleidete Kolosse, und er hatte das Gefühl, es seien Turbinen. Und wie er so stand und in die Stille horchte, war es ihm, als ginge ein kaum spürbares Vibrieren von dem Raum aus. Sollten sie laufen? Wenn, dann wären sie unvorstellbar leise. Und er dachte an den ersten Abend im Canon, an dem das Rumpeln Josephin und ihn nicht hatte einschlafen lassen.

Rechts von Gernot führte eine metallene Leiter nach unten. Viel Wartung durften die Maschinen den Betreibern nicht auferlegen, wenn sie so primitiv zugänglich waren.

Als Gernot die Hand auf den ersten der Kolosse legte, stellte er fest: Der lief!

Gernot umrundete den Komplex. Er fand so etwas wie eine Minischaltzentrale, mit centaurischer Beschriftung natürlich, die ihm so gut wie nichts sagte. Es blieb eine Möglichkeit, jeweils einen Schalter zu betätigen, in den Bau zurückzueilen und festzustellen, welcher Effekt eingetreten sei. Aber eine solche Methode schien Gernot zu langwierig und vielleicht auch nicht wirksam genug. Ein Alarmsystem wurde sicher erst ausgelöst, wenn Schwerwiegenderes geschah, Lebenswichtiges gefährdet wurde. In diesem Zusammenhang interessierte Gernot ein grellfarbener Knopf, der in eine handgroße Nische der Wand eingelassen und mit einem Keramikkäfig abgedeckt war, zumindest sah das, was ihn umgab, wie glasierte Keramik aus.

Lange genug gezögert!, sagte sich Gernot. Mit einer Zange führte er einen harten Schlag gegen das starre Geflecht. Zuviel Kraft! Das Material zerstob förmlich in winzige Krümel.

Noch einen Augenblick zauderte Gernot, dann drückte er mit dem Handballen den Knopf.

Zwei, drei Sekunden geschah nichts. Gernot stand in erstarrter Haltung, dann irgendwo ein dumpfer Knall, als ob ein schwerer Schalter fiele. Plötzlich Finsternis. Einen Augenblick bildete sich Gernot ein, es werde gleichzeitig kälter. Jetzt erst ließ er von dem Knopf, tastete nach seiner Lampe. Da dämmerte wieder Licht auf ein wenig trüber als vordem, glaubte Gernot. Eine Notbeleuchtung sicher, gespeist von Akkumulatoren.

Plötzlich ein Singen hinter Gernot. Er fuhr herum, nichts, dann begriff er: Die Turbinen liefen aus, hatten eine Drehzahl erreicht, die dieses Geräusch für einige Minuten hervorrief.

Na also! Das Ganze halt! Wenn das nichts Alarmierendes war!

Aber Mut brauchte Gernot erst für die kommende Phase. Erstens war es denkbar, dass seine Annahme völlig falsch war, zweitens, wie ernst nahmen die Centauren einen Alarm, und drittens, wann konnten sie tatsächlich zurück sein? Gernot setzte sich eine Frist. Wenn bis zum Morgen um sechs Uhr die Situation sich nicht geändert hatte, würde er aufbrechen. Das waren immerhin noch acht Stunden ...

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